Internationale Gemeinden
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Wie sind evangelische Landeskirchen aufgebaut?

Die meisten Menschen in Deutschland sind Christinnen und Christen: 26 % gehören zu den evangelischen Landeskirchen, 28 % zur katholischen Kirche und 3 % zu anderen Kirchen.

Diese 20 evangelischen Landeskirchen bilden zusammen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Zu ihnen zählen 21,5 Millionen Gemeindemitglieder in 14.000 Kirchengemeinden. Die meisten gehören zu der Gemeinde, in der sie auch wohnen. Es gibt lutherische, reformierte sowie unierte (vereinigte) Gemeinden.

Infografik

Jede Gemeinde wird von einem Kirchenvorstand (der auch Presbyterium, Gemeindekirchenrat oder ähnlich heißen kann) geleitet, der aus gewählten Ältesten und den Pfarrerinnen und Pfarrern besteht. Die Pfarrer haben ein theologisches Studium auf Master-Niveau und werden von den Landeskirchen bezahlt.

Die Landeskirchen unterstützen die Gemeinden und sind verantwortlich für weitere kirchliche Angebote wie Bildung, Seelsorge, Kirchenmusik, Kinder- und Jugendarbeit oder Diakonie. Sie vertreten die Kirche in Politik und Gesellschaft sowie gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften.

Alle Landeskirchen werden von einer Synode (Kirchenparlament) geleitet, die Bischöfe und andere Leitungspersonen wählt. Demokratische Wahlen, Gleichberechtigung von Mann und Frau, offene Diskussionen und Transparenz sind den protestantischen Kirchen wichtig. Auf deutscher Ebene unterstützt die EKD die Landeskirchen und vertritt sie nach außen. Auch sie wird von einer Synode und einem ehrenamtlichen Gremium geleitet, dem Rat der EKD.

Hier können Sie einen Flyer sowie Zahlen und Fakten zur EKD herunterladen.